Impact Fonds: Die nachhaltige Geldanlage mit Wirkung

Impact Fonds gelten als besonders umweltfreundliches, aber auch ökonomisch attraktives Finanzprodukt. Sie versprechen die perfekte Harmonie aus Nachhaltigkeit und Rendite. Doch was können sie wirklich? Und halten sie, was sie versprechen? Mit neun wichtigen Fragen gehen wir dieser Form der Geldanlage auf die Spur.

klimaVest: zwei Geschwister laufen Hand an Hand barfuß durch den Wald und genießen die Natur

Der Privatkundenstudie 2020: Sustainable Finance der Beratungsgesellschaft PwC zufolge ist Nachhaltigkeit für 80 % der Konsumenten keine vergängliche Modeerscheinung, sondern steht für einen gesellschaftlichen Wandel. Für 83 % bedeutet der Umwelt- und Klimaschutz die größte Herausforderung unserer Generation. Und über die Hälfte äußert den Wunsch, in nachhaltige Finanzprodukte zu investieren. Damit kündigt sich am Finanzmarkt eine revolutionäre Entwicklung an – und immer mehr Anbieter reagieren und nutzen diesen „Trend“ für die Vermarktung ihrer Produkte.

Doch der Begriff der Nachhaltigkeit oder der grünen Geldanlage ist nicht geschützt und kann deshalb beliebig gebraucht werden: Um Geldanlagen als nachhaltig zu bezeichnen, reicht es für manche Vermögensverwalter häufig schon aus, bestimmte Industrien, wie die Waffen- oder Tabakindustrie, auszuschließen. Andere Anbieter werben mit großen und grünen Zielen für ihre Produkte, doch der tatsächliche Einfluss lässt sich als Anleger*in meist nicht einschätzen. 

Mit sogenannten Impact Fonds haben Sie die Möglichkeit, falschen Versprechen wie dem Greenwashing aus dem Weg zu gehen. Diese werben mit kompromissloser Nachhaltigkeit und Transparenz und gelten unter den nachhaltigen Geldanlagen als ein Finanzprodukt mit starker Balance aus Rendite und Risiko. Damit sollen sie vor allem Anleger*innen anziehen, denen die positive und vor allem messbare Wirkung ihres Investments besonders am Herzen liegt. Doch wie „gut“ und nachhaltig sind Impact Fonds wirklich? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Und gibt es „den“ Impact Fonds, in den es sich zu investieren lohnt? In diesem Artikel überprüfen wir mit den neun wichtigsten Fragen das Phänomen Impact Fonds auf Herz und Nieren.

1. Was ist ein Impact-Fonds?

Ein Impact Fonds – zu deutsch: Wirkungsfonds – ist eine nachhaltige Anlagemöglichkeit, die sowohl auf finanzielle Rendite als auch ökologische, wirtschaftliche und soziale Wirkung abzielt. Das Fondsvermögen wird dafür gezielt in Projekte und Unternehmen investiert, die nachweislich nachhaltige Veränderungen bewirken.

In der Bezeichnung Impact Fonds verstecken sich zwei unterschiedliche Begriffe. Der zweite Teil “Fonds” verweist auf das Finanzinstrument des Investmentfonds: Hier wird das Geld der Anleger*innen gesammelt und in bestimmte, im Vorfeld festgelegte Werte investiert. Dabei handelt es sich beispielsweise um Aktien, Immobilien, festverzinsliche Wertpapiere, Rohstoffe oder auch eine Mischung verschiedener Investitionswerte. Der erste Begriff “Impact” sagt – anders als beispielsweise Aktienfonds – nichts darüber aus, in welchen konkreten Wert (oder Asset) investiert wird. Der Begriff gibt Auskunft darüber, welches Ziel mit der Anlage erreicht werden soll, nämlich eine nachweislich positive und nachhaltige Wirkung auf die Umwelt, die Gesellschaft oder die Wirtschaft.

Damit ist der Begriff “Impact” nicht nur Teil einer vermeintlich grünen Marketing-Strategie. Hierbei geht es vielmehr um konkrete Wirkungsziele, die nicht nur erreicht, sondern gleichzeitig auch mess- und nachprüfbar gemacht werden sollen. 

In diesem Aspekt der Transparenz und Messbarkeit besteht auch die größte Herausforderung beim Impact Investing, die Impact Fonds zugleich maßgeblich von anderen nachhaltigen Geldanlagen unterscheidet. So werden in einem Impact Fonds neben Ausschlusskriterien, beispielsweise den kategorischen Ausschluss fossiler Brennstoffe, auch positive Ziele definiert: Investiert ein Impact Fonds also in erneuerbare Energien wie Solar- oder Windkraft, kann das Ziel in der Erzeugung einer bestimmten Menge an Ökostrom pro Jahr liegen, die dann gemessen und dokumentiert wird.

Impact-Fonds: Die vier wesentlichen Merkmale

  • Intentionalität: Impact Fonds fußen auf der grundsätzlichen Absicht, eine positive und nachhaltige Wirkung zu erzielen.
  • Evidenz: Für die Gestaltung der Anlagestrategie greifen Impact Fonds auf empirische Daten zurück, nicht bloß auf den Instinkt oder die Erfahrung eines Fondsmanagers.
  • Steuerung: Die Performance des Fonds wird stetig kontrolliert, um die beabsichtigte Wirkung zu erzielen.
  • Erfahrungsaustausch: Impact Fonds liefern einen Beitrag zum Wachstum weiterer Impact Investments und damit zur gegenseitigen Optimierung.

Bei Impact Fonds geht es nicht nur um die bereits erwähnten Wirkungsziele, sondern um einen ganzheitlich nachhaltigen Ansatz: Die eigene positive Wirkung darf sich nicht negativ auf andere Bereiche auswirken. So kann zwar ein Staudamm nahezu emissionsfrei Strom produzieren, doch er wirkt nicht ganzheitlich nachhaltig, wenn er gleichzeitig die Biodiversität des Staudammgebiets gefährdet. 

Für solche Fälle dient die sogenannte DNSH-Prüfung („Do No Significant Harm“), die einen Teil der EU Sustainable Finance Taxonomy bildet. Diese Taxonomie definiert darüber hinaus sechs Umweltziele, die als Leitbild für Impact Fonds dienen sollen1:

  1. Aktiver Klimaschutz
  2. Anpassung an den herrschenden Klimawandel
  3. Nachhaltiger Umgang mit Wasser und Schutz maritimer Ressourcen
  4. Wandel zu einer Kreislaufwirtschaft
  5. Vermeidung bzw. Verminderung der Umweltverschmutzung
  6. Schutz bzw. Wiederherstellung von Ökosystemen und Biodiversität

2. Wie unterscheiden sich Impact Fonds von anderen nachhaltigen Geldanlagen?

Um nicht den Überblick zu verlieren, finden Sie hier eine Übersicht über die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale von Impact Fonds und weiteren gängigen grünen Finanzprodukten.

klimaVest: Die Grafik zeigt Geldanlageformen mit Fokus auf nachhaltige Geldanlagen und deren Wertschöpfung

Impact Fonds vs. nachhaltige Geldanlagen

Der Unterschied zwischen diesen zwei Kategorien der Geldanlage ist auch gleichzeitig seine Gemeinsamkeit: Impact Fonds bezeichnen eine spezifische Form der Geldanlage, die einen konkreten Nachhaltigkeitsfokus setzen. Als nachhaltige Geldanlage im Allgemeinen kann man verschiedenste Arten von Investmentmöglichkeiten bezeichnen, die ein oder mehrere nachhaltige Merkmale aufweisen, doch meist vage bleiben in Bezug auf die tatsächliche Wirkung.

Impact Fonds fallen also grundsätzlich in die breite Kategorie nachhaltige Geldanlagen, doch halten dabei besonders strengen Kriterien an die Definition Nachhaltigkeit stand, wie die nachfolgenden Gegenüberstellungen zeigen.

Impact Fonds vs. ESG-Fonds

Bei der Unterscheidung von Impact Fonds und ESG-Fonds muss man als Anleger*in schon etwas genauer hinschauen. Denn beide Arten der Geldanlage richten sich nach den Nachhaltigkeitskriterien Environment (Umwelt), Social (Sozialem) und Governance (Unternehmensführung). Damit nehmen beide Arten der Geldanlage verschiedene Nachhaltigkeitsaspekte mit in ihre Ausrichtung mit auf. 

Der große Unterschied zwischen den beiden besteht in der Zielsetzung, Messbarkeit und Transparenz der umgesetzten Nachhaltigkeit: Obwohl ESG-Fonds sich an den gleichnamigen Kriterien orientieren, müssen sie sich für deren Erreichung keine konkreten Ziele setzen, wie beispielsweise die Erzeugung einer bestimmten Menge an Ökostrom. Um bei dem Beispiel zu bleiben: ESG-Fonds, um als solche bezeichnet zu werden, messen nicht die Produktion des Ökostroms oder geben die erzielten Werte transparent an ihre Anleger*innen weiter. 

Impact Fonds gehen da einen Schritt weiter und verfolgen das konkrete Ziel, die Verhältnisse zu verbessern. Sie setzen also mehr auf die praktische Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsziele und gewähren auch einen konkreten Einblick in den tatsächlichen Impact, der geleistet wird.

Impact Fonds vs. Social Investments

Um diese beiden Geldanlagen voneinander zu differenzieren, bleiben wir noch einmal bei den ESG-Kriterien: Social Investments nehmen, wie der Name schon sagt, vor allem den Aspekt der sozialen Nachhaltigkeit in den Blick. Damit legen solche Anlagen ihren Fokus auf das S in ESG, sodass die erzielte Nachhaltigkeit in Umwelt und Unternehmen eher in den Hintergrund rückt. Anbieter, die einen Fokus auf Social Investments setzen und dementsprechend das Fondsvermögen investieren, verfolgen damit vorrangig ideologische Ziele – der Gewinn steht hier nicht im Mittepunkt, als Anleger*in darf man daher nicht mit allzu hohen Renditen rechnen.

Eine weitere Geldanlage, die sich ebenfalls soziale Wirkungsziele setzt, sind Social Impact Fonds. Hier liegt allerdings der Fokus wieder auf dem “Impact” und bietet Anleger*innen damit wieder den Vorteil der transparenten und messbaren Wirkung ihrer Geldanlage. Auf diese Art des Impact Fonds kommen wir gleich noch einmal genauer zu sprechen.

Impact Fonds vs. Umweltfonds

Umweltfonds zählen zu den sogenannten Themenfonds. Sie setzen – wie viele Impact Fonds auch – ihren Schwerpunkt auf Anlageobjekte, die sich positiv auf die Umwelt auswirken sollen. Dazu zählen zum Beispiel Projekte zur Aufforstung oder Sachwerte wie Solaranlagen.

Da der Begriff nicht geschützt ist, sind solche Fonds allerdings nicht in der Pflicht, ihre Ziele zu definieren oder die tatsächliche Wirkung auf die Umwelt nachprüfbar oder transparent zu gestalten. Daher wird die Bezeichnung Umweltfonds am wachsenden nachhaltigen Finanzmarkt zuungunsten der Anleger*innen häufig genutzt, um vermeintlich grüne beziehungsweise grüngewaschene Produkte zu verkaufen.

Impact Fonds vs. Impact Investing – Wo genau liegt der Unterschied?

Obwohl diese Begriffe oft im gleichen Atemzug gebraucht und häufig auch gegeneinander ausgetauscht werden, existieren hier feine Unterschiede, die Ihnen für das Verständnis dieser Konzepte helfen können: Impact Fonds bezeichnet das konkrete Produkt der nachhaltigen Geldanlage, während der Begriff Impact Investing für den Investitionsprozess gebraucht wird. Auch Impact Investment hängt eng damit zusammen und beschreibt die Philosophie, die hinter dem Impact Investing steht und durch Impact Fonds umgesetzt werden kann.

3. Welche Formen von Impact Fonds gibt es?

Die Antwort auf diese Frage klärt einen grundsätzlichen Aspekt dieser Geldanlage: Es gibt nicht die eine, spezifische Form von Impact Fonds. Denn diese Art von Fonds bildet keine eigene Assetklasse, wie zum Beispiel Immobilien-, Aktien- oder Rentenfonds. In der Hierarchie entsprechen sie der Stufe Investmentfonds und jede mögliche Ausprägung ist als Impact Fonds denkbar,  sofern sie denn den bereits dargestellten Kriterien entspricht. 

Ein Beispiel: Unser Impact Fonds klimaVest ist auf Sachwertinvestitionen wie Solar- oder Windenergie spezialisiert. Dadurch lässt sich seine Wirkung gut über den damit verbundenen CO2-Ausstoß beziehungsweise die entsprechenden Einsparungen nachverfolgen. Sachkundige und Interessierte können so auch das Renditepotenzial und die Risiken des eigenen Investments gut abschätzen.

Das ermöglicht das seit 2015 bestehende Finanzinstrument ELTIF (European Long Term Investment Fund). Mit ELTIFs möchte die EU langfristige europäische Investitionen fördern, die direkt in die Realwirtschaft fließen. Hierzu sollen Finanzmittel von Privatanlegern aktiviert werden, die bisher kaum in Infrastrukturprojekte investieren konnten. 

Eine Schublade für sich ist wiederum das Social Impact Investing: Hier wird Kapital zwischen Start-Ups und Investoren vermittelt, wobei sich die entsprechenden Summen meist im sechsstelligen Bereich bewegen. Auch hier bestehen verschiedene Anlagemöglichkeiten von Direktinvestitionen über Crowdfunding bis hin zu Investmentfonds, die in dem Fall als Social Impact Fonds bezeichnet werden.

Auch ein Aktien-Impact Fonds ist theoretisch möglich, sofern die damit geförderten Unternehmen eine nachweislich positive Wirkung erzielen. Hier ergeben sich allerdings Schwierigkeiten in der Nachweisbarkeit und auch in der Wirksamkeit, da nicht direkt in die Unternehmen investiert wird, sondern nur in deren Marktanteile, die gehandelt und weiterverkauft werden. Somit käme das Fondsvermögen nicht beim zu fördernden Unternehmen direkt an.

4. Wie funktioniert ein Impact Fonds?

klimaVest: Die Grafik zeigt den Prozess des Impact Investments und die damit verbundene Wirkung

Mit dem Versprechen von Nachhaltigkeit ist es noch nicht getan – wenn Sie mit Ihrem Kapital einen positiven Beitrag leisten wollen, dann möchten Sie bestimmt auch nachvollziehen können, wie genau Ihr Geld dafür genutzt wird.

Im ersten Schritt steht die Investition an – die können Sie als Impact Investor entweder direkt in einem konkreten Projekt oder Unternehmen tätigen (Direktinvestment), oder Sie wenden sich an einen sogenannten Intermediär, also eine Bank oder einen Fonds, dessen Manager Ihre Investition für Sie verwaltet. Im ersten Fall erhalten Sie Ihre Anlagerendite direkt vom Projekt oder Unternehmen, im Falle einer gemanagten Anlage erhalten Sie Ihre Netto-Rendite vom entsprechenden Intermediär.

Nun hängt es am jeweiligen Unternehmen beziehungsweise an der jeweiligen Fondsgesellschaft, mithilfe des Kapitals den entsprechenden positiven Impact zu erzielen und auch nachweisbar zu machen. Dieser Prozess kann je nach Produkt unterschiedliche Formen annehmen – im ökologischen Bereich zum Beispiel durch eine Investition in Erneuerbare Energien. Das investierte Kapital wird dann dazu genutzt, neue Windkraftparks oder Photovoltaik-Anlagen zu bauen.

Erneuerbare Energien genießen dabei sogar noch eine gesetzliche Sonderposition, da sie einen sogenannten Einspeisevorrang haben: Jede Kilowattstunde, die mithilfe des Impact Investing an Erneuerbarer Energie produziert wird, verdrängt die entsprechende Menge an konventionell hergestelltem Strom aus dem Netz. Um die positive Wirkung davon nachweisbar zu machen, kann im Falle Erneuerbarer Energien das Maß des CO2-Ausstoßes dienen. Denn hier geht es vor allem darum, schädliche Treibhausgase in der Stromerzeugung zu vermeiden. Dafür gilt ein ungefährer Grenzwert von 100 Gramm CO2 pro erzeugte Kilowattstunde, den es bei einem Impact Fonds nicht zu überschreiten gilt.

Da jedoch auch in der Produktion von erneuerbarem Strom Treibhausgase entstehen, müssen diese Emissionen noch hinzugerechnet werden. Mit einer Geldanlage in Erneuerbaren Energien können durchschnittlich 882 Gramm CO2 pro Kilowattstunde vermieden werden, ungefähr 72 Gramm CO2 pro Kilowattstunde werden damit tatsächlich ausgestoßen. Zum Vergleich: Die Verbrennung fossiler Energieträger in Deutschland verursachte im Jahr 2018 durchschnittlich 471 Gramm CO2 pro Kilowattstunde2

Neben dieser positiven CO2-Bilanz kommt auch hier wieder das „Do No Significant Harm”-Prinzip zum Tragen: Es soll sicherstellen, dass neben dem positiven Wirken des Investments nicht andere Schäden verursacht werden, wie kein nachhaltiger Wasserverbrauch, Umweltverschmutzung oder Zwangsarbeit. Ist die positive Wirkung der Geldanlage somit sichergestellt, erfüllt es seine Funktion als Impact Fonds: Somit trägt er mithilfe Ihres Anlagekapitals transparent und messbar dazu bei, den CO2-Ausstoß bei der Stromerzeugung zu neutralisieren und erwirtschaftet Ihnen gleichzeitig eine solide Rendite

5. Kann ich als Privatanleger*in in Impact Fonds investieren?

Bislang war diese Art der Kapitalanlage überwiegend institutionellen Investoren vorbehalten. Seit kurzem gibt es aber auch für Privatpersonen die Möglichkeit, ihr Kapital verantwortungsbewusst für sich arbeiten zu lassen: Mit klimaVest wurde ein Impact Fonds auf den Markt gebracht, der sich explizit an Privatanleger*innen richtet und damit diese Art der Geldanlage für viele zugänglich macht.

Darüber hinaus ist klimaVest der erste Impact Fonds im europäischen Umfeld, der in Sachwerte investiert und damit nachhaltige Sachwertinvestments für Privatanleger*innen öffnet.

Rechtliche Hinweise

Jede Kapitalanlage bringt spezifische Chancen und Risiken mit sich. Auch ein Impact Fonds wie klimaVest. Alle nötigen Informationen finden Sie in den folgenden Dokumenten: Basisinformationsblatt, Chancen & Risiken, Informationsmemorandum, Halbjahresbericht
Sie können die Dokumente kostenlos in deutscher Sprache in Papier- bzw. Dateiform bei Ihrem Berater erhalten oder direkt hier bei uns herunterladen.

6. Welche Renditen sind bei Impact Fonds zu erwarten?

Grafik: klimaVest positioniert sich in der Mitte zwischen positiven und messbaren Auswirkungen sowie einer attraktiven, finanziellen Rendite

Zuerst einmal gilt: Bei Investitionen in Impact Fonds steht Ihnen eine doppelte Rendite ins Haus – zum einen der Gewinn, den Ihre Investition abwirft, zum anderen die Gewissheit, dass Sie auf ökologischer, sozialer oder wirtschaftlicher Ebene einen positiven Beitrag in Sachen Nachhaltigkeit geleistet haben. Diese Kombination haben Sie in diesem Maße bei keiner anderen Geldanlage. 

Hinsichtlich der finanziellen Rendite gibt es keinen allgemeinen Wert, der sich auf alle Impact Fonds anwenden lässt. Festhalten kann man aber, dass sie klassischen Finanzprodukten in dieser Hinsicht keinesfalls unterlegen sind. Im Gegenteil: Viele Anleger*innen sehen in Impact Fonds große Chancen:

  • Zum einen ist da der beobachtbare Wandel hin zu einem nachhaltigeren Lebensstil und nachhaltigerem Konsum.
  • Zum anderen braucht es dringend Investitionen in ökologisch vertretbare Infrastruktur, was Investments dieser Art besonders lukrativ erscheinen lassen kann.

Als Orientierungswert für die Rendite kann unser Impact Fonds klimaVest dienen: Er strebt mit seinem diversifizierten Sachwertportfolio eine stabile Rendite von ca. 3 bis 4 % pro Jahr inklusive jährlicher Ausschüttung von 1,5 bis 2 % an.3

7. Wie sicher sind Impact Fonds?

Auch hier muss man zuerst zwischen den möglichen Arten von Impact Fonds unterscheiden: Je nachdem, um welche Form von Fonds es sich handelt und wie er konzipiert ist, gestaltet sich auch die Sicherheit der Anlage. Während ein Sachwert-Impact Fonds sich vergleichsweise risikoarm gestaltet, erhöht sich das Risiko deutlich mit einem Impact Fonds, der vor allem in Aktien investiert.

Diese Unterschiede sind darauf zurückzuführen, dass Sachwerte wie zum Beispiel Windkraftparks einen eigenen Wert haben und nicht von Börsenspekulationen abhängig sind. Mit einem Impact Fonds, der in Erneuerbare Energien investiert, ist Ihr Kapital vergleichsweise risikoarm angelegt, da die Nachfrage nach (nachhaltiger) Elektrizität historisch stabil blieb und aktuell sogar noch immer steigt. Außerdem spielen in diesem Bereich auch sogenannte Power Purchase Agreements eine wichtige Rolle, die durch eine lange Laufzeit einen langfristigen Geldfluss ermöglichen und ein geringes Ausfallrisiko aufweisen. Auch eine breite Diversifikation der Assets (zum Beispiel Investments in Solar-, Wind- oder Wasserkraft), wie bei klimaVest, kann das Risiko minimieren, indem das Kapital über unterschiedliche Anlageprodukte und Standorte verteilt wird.

Trotz allem sollten Sie nicht vergessen, dass jede Investition mit einem gewissen Risiko einhergeht – auch in ein noch so stabiles Finanzprodukt. Zum Beispiel kann eine lange anhaltende Rezession die gesamtwissenschaftliche Leistung reduzieren, was wiederum zum Druck auf die Strompreise führen kann und selbst an einem Sachwert-Impact Fonds nicht spurlos vorbeigehen würde.

8. Was sind die Nachteile eines Impact Fonds?

Da diese Art der nachhaltigen Geldanlage noch nicht lang existiert, ist in erster Linie die Knappheit auf Anbieterseite einer seiner größten Nachteile. Und das aus gutem Grund: Ein nachhaltiges Finanzprodukt mit nachweislicher und im Volumen relevanter Wirkung zu entwickeln, das gleichzeitig risikoarm ist und eine solide Rendite verspricht, ist bislang nur wenigen Anbietern gelungen.

Auch die lange Laufzeit solcher Investitionen kann für Anleger*innen gegebenenfalls einen Nachteil bedeuten. Viele der mit dem Kapital finanzierten Sachwerte werden über einen langen Zeitraum hinweg benötigt und der Geldfluss muss somit durch das Fondsvermögen gesichert werden. Daher wird bei den meisten Impact Fonds eine mehrjährige Mindestlaufzeit empfohlen.

Doch auch die Anleger*innen gehören geschützt. Zu vermeiden gilt es, dass sie in eine Notsituation geraten und dann an das langfristig gebundene Kaptal nicht herankommen.  Um hier die Balance zu wahren, ist eine Investition meist mit bestimmten Bedingungen verknüpft: So müssen potentielle Anleger*innen bei klimaVest über ein Anlagevolumen von mindestens 10.000 Euro verfügen sowie bereits das zehnfache dieses Betrags in der Vergangenheit investiert haben. Zusätzlich findet eine Anlageberatung (digital oder bei Ihrem Bankberater vor Ort) statt, um sicherzustellen, dass der Anleger eine fundierte Investmententscheidung trifft.

Nicht zu vergessen sind die Kosten, die für Anleger*innen mit einer Investition in Impact Fonds bestehen. Darunter fallen zum einen typische Ausgabeaufschläge und Verwaltungskosten, die auch bei konventionellen offenen und aktiv gemanagten Fonds eingeplant werden müssen. Zum anderen bestehen bei Impact Fonds auch oft höhere laufende Kosten, die beispielsweise für Betrieb und Instandhaltung von Wind- oder Solarkraftanlagen anfallen. Mit genau diesen Kosten geht aber auch die Garantie wirksamer Nachhaltigkeit einher, denn Impact Fonds wirken beispielsweise durch die Förderung nachhaltiger Stromerzeugung direkt auf die Realwirtschaft ein. Damit sind sie in der Lage, die Wirtschaft langfristig nachhaltiger zu gestalten, wozu Anleger*innen mit dem Tragen höherer Kosten einen erheblichen Beitrag leisten können.

9. Wie investiere ich in einen Impact Fonds?

Um Ihre Anlageentscheidung in die Tat umzusetzen, müssen je nach Impact Fonds verschiedene Schritte eingeleitet werden. Beispielsweise ist es bei klimaVest möglich, den gesamten Anlageprozess sowie die Anlageberatung digital zu durchlaufen. So können Ihre erworbenen Anteile direkt in Ihr Depot bei der Commerzbank, der Deutschen Bank, comdirect oder vielen anderen Banken eingebucht werden. Wenn Sie noch kein eigenes Depot haben, können Sie während des klimaVest-Anlageprozesses ein Depot bei der comdirect Bank eröffnen lassen.

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1 https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2020/09/kapitel-1-6-sustainable-finance-taxonomie.html

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3 Berechnet nach BVI-Methode (ohne Ausgabeaufschlag, Ausschüttung sofort wieder angelegt.). Die Berechnung der Performance-Szenarien finden Sie hierAussagen zur Zielrendite und zur geplanten Gewinnausschüttung sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung