Kapital anlegen: Wie Sie sicher und erfolgreich Ihr Vermögen anlegen

Die wichtigsten Informationen rund um Vermögensinvestments, die Gestaltung Ihres Portfolios und wie Sie mit der richtigen Geldanlage Ihr Vermögen sicher anlegen.

klimaVest: Ein älteres Ehepaar läuft Händchenhaltend durch den Wald und überlegt, wie sie ihr Kapital anlegen können

Ob Erbe, Lottogewinn oder der Lohn für harte Arbeit: Wer über eine höhere Kapitalsumme, zum Beispiel 50.000, 100.000 oder 500.000 Euro aufwärts, verfügt und sein Kapital sicher anlegen möchte, der steht der einen oder anderen Herausforderung gegenüber. Denn die Finanzwelt ist groß und bietet eine riesige Palette an verschiedenen Anlagemöglichkeiten, von lukrativen Aktien über solide Rentenfonds bis hin zu günstigen ETFs. Doch nicht alle sind für Sie und Ihre individuellen Ansprüche gleich gut geeignet. Worauf müssen Sie also achten, wenn Sie Ihr Kapital erfolgreich anlegen wollen? Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, worauf es ankommt, wenn Sie Ihr Vermögen sicher und trotzdem rentabel investieren möchten.

Anlageziele: Wofür möchten Sie Ihr Kapital anlegen?

Um eine gut informierte Anlageentscheidung treffen zu können, müssen Sie sich zuerst darüber bewusst werden, wofür Sie Ihr Vermögen anlegen und was damit erreichen möchten. Planen Sie für ein konkretes Ereignis in der näheren Zukunft, zum Beispiel den Kauf eines Eigenheims? Möchten Sie eher für Ihr Alter vorsorgen? Oder möchten Sie der Inflation entgegensteuern und Ihr Vermögen erhalten? Ihr Anlageziel nimmt direkten Einfluss auf Ihre Strategie und damit auch auf das geeignete Anlageprodukt.

Ein Beispiel: Sie verfügen über eine Investitionssumme von 100.000 Euro. Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, dass sich dieses Kapital in 20 Jahren pünktlich zu Ihrer Pensionierung auf 200.000 Euro verdoppelt hat. Mit diesen Bedingungen bräuchten Sie bei einer thesaurierenden Anlage ein Finanzprodukt, das Ihnen ungefähr 3,6 % p.a. erwirtschaftet (Steuern und Inflation ausgenommen). Doch oft gibt es nicht das eine perfekte Finanzprodukt, das exakt auf Sie zugeschnitten ist. In solchen Fällen kommt die Diversifikation zum Tragen: Sie verteilen Ihre Anlagesumme auf unterschiedliche Anlageprodukte und vermindern damit aber auch gleichzeitig die Anlagerisiken – doch dazu gleich noch mehr.

Klar ist: Je konkreter Sie Ihr Anlageziel formulieren können, desto besser können Sie ein geeignetes Anlageprodukt beziehungsweise Produkte finden, die Ihre persönlichen Anforderungen erfüllt. 

Manche Anleger hingegen wissen zwar nicht, was sie wollen, dafür aber umso genauer, was sie nicht wollen – und zwar ihr Kapital einfach auf dem Konto herumliegen zu lassen. Doch auch damit ist schon ein wichtiger Schritt getan. Wenn Sie sich über Ihre Renditewünsche, Ihren Anlagehorizont und Ihre Risikobereitschaft im Klaren sind, können Sie sich auch auf diesem Wege Ihrer künftigen Kapitalanlage nähern und Ihr Vermögen zielgerichtet anlegen.

Kapital anlegen – worauf kommt es an?

klimaVest: Grafik, die das magische Dreieck der Vermögensanlage zeigt

Viele Jahre Arbeit und erfolgreiches Wirtschaften haben Ihnen nun eine beträchtliche Kapitalsumme eingebracht, die allerdings nicht nur auf dem Konto herumliegen und von steigenden Inflationsraten angefressen werden soll. Wie sollten Sie nun also Ihr Vermögen, also beispielsweise Ihre 100.000 Euro oder 50.000 Euro anlegen? Auch wenn Sie im Fall einer Hinterlassenschaft eine höhere Summe an Kapital erhalten, möchten Sie vielleicht nicht direkt alles für Konsumartikel verschleudern, sondern Ihr Erbe anlegen. 

Um Sie in der Auswahl einer geeigneten Kapitalanlage weiterzubringen und dabei auch ungeeignete Anlagen ausschließen zu können, ist eine Einordnung in das magische Dreieck der Vermögensanlage hilfreich: 

Das Dreieck besteht aus den drei Eigenschaften Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit. Ein Anlageprodukt beziehungsweise Finanzprodukte einer bestimmten Anlageklasse können sich immer nur zwischen zwei der drei Eigenschaften positionieren. Das heißt, entweder wird eine der Eigenschaften gut in einem Produkt repräsentiert oder es weist Elemente von zwei Eigenschaften auf, die aber beide nur bis zu einem gewissen Grad vorhanden sind. Feststeht: Keine Vermögensanlage kann Ihnen alle drei Eigenschaften in einem Produkt bieten.

Je nach Ihren persönlichen Präferenzen können Sie sich in dem Dreieck positionieren: Wenn Sie beispielsweise Ihr Vermögen sicher anlegen wollen und Ihr Kapital aber nicht allzu lange gebunden sein soll, werden Sie im Gegenzug auf eine hohe Rendite verzichten müssen. Unter solche Anlagen fallen zum Beispiel Tagesgeldkonten.

Wenn Sie aber sowohl Rendite als auch ein gewisses Maß an Sicherheit erzielen möchten, dann können Sie mit einer relativ langen Kapitalbindung rechnen. Diese Kombination finden Sie zum Beispiel bei Festgeldkonten, aber auch bei manchen Fonds.

Möchten Sie Ihr Geld verfügbar halten und gleichzeitig möglichst hohe Renditen erwirtschaften, dann wird Ihnen die entsprechende Geldanlage nicht viel Sicherheit bieten können. Darunter fallen beispielsweise Aktien, ETFs oder auch Kryptowährungen. Denn solche Anlagen sind meist recht volatil, sodass ein plötzlicher Kurssturz mit erheblichen Verlusten für die betroffenen Anleger einhergeht.

Mit dem Dreieck können Sie also einerseits festlegen, welche Eigenschaften Ihre zukünftige Geldanlage haben soll, andererseits können Sie nach dem Ausschlusskriterien bestimmte Anlagemöglichkeiten aus Ihren Überlegungen ausklammern. Damit nähern Sie sich noch schnell und zuverlässig der für Sie geeigneten Kapitalanlage.

Schaffen Sie Balance durch Diversifikation Ihrer Anlagen

Damit Sie wirklich von einer erfolgreichen Kapitalanlage sprechen können, ist das Stichwort Diversifikation (oder auch Asset Allocation) unvermeidlich. Denn wenn Sie all Ihr Vermögen in eine Aktie oder einen ETF investieren, müssen Sie im schlimmsten Falle eines Kurssturzes mit einem Totalverlust Ihres Anlagekapitals rechnen. Deshalb lautet die goldene Investment-Regel: “Nicht alle Eier in einen Korb legen”. Hier ist also Diversifikation gefragt, die Ihnen auch dabei helfen kann, Ihr Anlagedreieck langfristig auszugleichen. 

Denn wenn Sie Ihr Kapital auf verschiedenste Anlagen aufteilen, streuen Sie auch die damit verbundenen Risiken und sorgen gleichzeitig für bessere Chancen auf hohe Renditen. Mit zwei verschiedenen Anlagen haben Sie schon ein Mindestmaß an Diversifikation erreicht – doch je mehr Kapital Ihnen zur Verfügung steht, desto besser können Sie diversifizieren und so das Meiste aus Ihrem Vermögen herausholen. 

In der Gestaltung und Diversifizierung Ihres Portfolios können Sie sich unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Hier finden Sie einen Überblick über die drei geläufigsten Portfoliostrategien: 

  • Das ausgewogene Portfolio setzt gleichermaßen auf Sicherheit und Renditechancen und investiert dafür zu ungefähr gleichen Teilen in einerseits möglichst stabile sowie andererseits renditeorientiertere Anlageprodukte.

  • Das werterhaltende Portfolio zielt vor allem darauf ab, den Wert Ihres Vermögens zu erhalten und dafür risikoarme und stabile Anlagen zu nutzen. Hier wird nur ein kleiner Teil des Kapitals für etwas risikoreichere Produkte genutzt, die die Gesamtrendite Ihres Portfolios antreiben sollen.

  • Das wachstumsorientierte Portfolio möchte vor allem Renditechancen nutzen und dafür auch höhere Risiken eingehen. Ein gewisser Anteil des Vermögens wird in Form risikoarmer Produkte als stabilisierende Grundlage angelegt, doch der Fokus liegt klar auf der Rendite.

Nachhaltige Diversifikation: Gut für Sie und die Welt

Je mehr Kapital Ihnen als Anleger zur Verfügung steht, desto mehr können Sie damit erreichen – nicht nur für Sie selbst, sondern auch für Umwelt und Gesellschaft. Nachhaltigkeitsbasierte Finanzprodukte gibt es am Markt mittlerweile wie Sand am Meer und geben Ihnen die Möglichkeit, neben der gewünschten Rendite auch noch positiven Einfluss auszuüben, zum Beispiel auf die Realwirtschaft in Form von nachhaltigen Sachwertanlagen wie Wind- oder Solarparks.

Damit Sie sich aber auch sicher sein können, dass solche Finanzprodukte Ihr Kapital tatsächlich für nachhaltige Zwecke verwenden, werden sie anhand verschiedener (Ausschluss-)Kriterien überprüft. Die ESG-Kriterien zum Beispiel legen für ihre Bewertung Maßstäbe in den Bereichen Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) an. 

Auch das Impact Investing bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihr Portfolio nachhaltig zu diversifizieren. Impact Fonds bieten Ihnen finanzielle Rendite in Kombination mit nachweislich positiver gesellschaftlicher Wirkung. Nachweislich ist hier ein wichtiges Stichwort: Impact Fonds setzen sich transparente und messbare Ziele, die mit dem vorhandenen Fondsvermögen umgesetzt werden. Damit können Sie Ihr Kapital nachhaltig anlegen und gleichzeitig in neue Investmentbereiche wie Erneuerbare Energien vorstoßen. So diversifizieren Sie Ihr Portfolio und tun gleichzeitig noch etwas nachweislich Gutes.

Fonds: Diversifikation in einem Produkt

Durch die Bindung verschiedener Vermögenswerte in einem Produkt sind Fonds von Haus aus bis zu einem gewissen Grad diversifiziert. Investieren Sie dann noch in viele unterschiedliche Fonds, erstreckt sich Ihr Portfolio schnell über verschiedene Branchen, Länder und Assetklassen und ermöglicht Ihnen damit die bestmögliche Risikostreuung. Sowohl bei klassischen als auch bei börsengehandelten Fonds, also ETFs, finden Sie diese Art der Diversifikation.

Mit dem Impact Fonds der Commerz Real klimaVest investieren Sie mit Ihrer Kapitalanlage in insgesamt über 20 Wind- und Solaranlagen in Deutschland, Schweden und Spanien. Mit Anlagen in verschiedenen Ländern und Klimazonen gleichen sich damit eventuelle Risiken gegenseitig aus und ermöglichen deshalb eine solide Streuung, die den Anlegern in Hinblick auf Risiko und Rendite zugutekommt.

Welche Anlageprodukte stehen Ihnen zur Auswahl?

Den Formen verschiedener Anlageprodukte sind kaum Grenzen gesetzt: Neben dem klassischen Wertpapier oder der Unternehmensaktie können Sie Ihr Kapital auch problemlos in Form von Gemälden oder Oldtimern anlegen. Doch mit den verschiedenen Formen gehen auch unterschiedliche Bedingungen und Voraussetzungen einher, wie die Risikoklasse, die Renditechancen oder das dafür benötigte Fachwissen.

Diese Tabelle gibt Ihnen einen Überblick darüber, welche Anlageformen mit welchen Eigenschaften verknüpft sind. So können Sie entscheiden, welche für Sie geeignet ist, wenn Sie beispielsweise Risiken so weit wie möglich ausschließen und ganz auf Sicherheit setzen möchten.

Anlageform Risikoklasse Renditechancen Fachliches Know-how
Tagesgeld / Festgeld in Euro, Bundeswertpapiere 1 keiner bis inflationsbedingter Wertverlust nicht notwendig bis gering
Tagesgeld / Festgeld in Fremdwährungen, Unternehmensanleihen mit guter Bonität, Offene Immobilienfonds, europäische Anleihenfonds, Anleihen-ETFs, Genossenschaftsanteile 2 niedrige bis mittlere gering bis mittel
Crowdinvesting, Edelmetalle, Immobilien 2-3 mittlere mittel
Aktien, Aktienfonds, Aktien-ETFs von europäischen Standardwerten o.Ä. 3 mittlere bis hohe mittel bis hoch
Aktien, Aktienfonds, Aktien ETFs von Schwellenländern o.Ä., Währungsanleihen mit mittlerer Bonität, ELTIF 4 mittlere bis hohe mittel bis hoch
Derivate, Geschlossene Immobilienfonds, Sammlerobjekte, Kryptowährungen, Alternative Invetsmentfonds (AIF) 5 mittlere bis hohe sehr hoch

Anlageformen im Überblick

  • Aktien: Wenn Sie Aktien erwerben, sind Sie vom Erfolg des entsprechenden Unternehmens abhängig. Oft können Aktienkurse Schwankungen unterliegen, die aber meist langfristig wieder ausgleichen. Damit bieten Aktienanlagen über einen langen Anlagezeitraum in der Regel gute Renditechancen. 

  • Alternative Investmentfonds (AIF): AIFs sind eine heterogene Anlageform. Sie sind nicht börsenabhängig und erfüllen nicht die Kriterien klassischer Fonds, weshalb sie als eigene Form zusammengefasst werden. Darunter fallen einerseits recht solide Anlagen wie Sachwertefonds, doch auch riskante Investmentfonds wie Hedgefonds oder Private Equity.

  • Anleihen: Mit Anleihen investieren Sie in festverzinsliche und somit recht stabile Wertpapiere, die entweder von Staaten, Kommunen oder Unternehmen ausgehändigt werden. Ein Risiko besteht für Anleger im Falle einer Zahlungsschwierigkeit oder Zahlungsunfähigkeit des Ausgebers.

  • Bundeswertpapiere: Unter Bundeswertpapieren versteht man Staatsanleihen, die vom deutschen Staat ausgegeben werden.

  • Crowdinvesting: Mit dieser Anlageform investieren Sie verhältnismäßig niedrige Summen in Einzelprojekte oder Einzelunternehmen. Die Laufzeiten sind hier meist recht kurz. Neben den guten Renditechancen spielt aber auch das Darlehensrisiko eine Rolle. Dabei leiden Anleger unter dem Nachrangdarlehen, sodass Investoren im Fall eines Misserfolgs erst zum Schluss ausbezahlt werden, sofern überhaupt noch Kapital dafür vorhanden ist.

  • Derivate: Bei Derivaten werden keine eigenen Vermögenswerte gekauft, sondern auf zukünftige positive Marktentwicklung von Aktien oder anderen Werten gewettet. Neben hohen Renditen ist auch ein Totalverlust möglich.

  • Edelmetalle: Gold, Silber, Platin zählen zu den geläufigsten Edelmetallanlagen. Neben dem physikalischen Kauf von Edelmetallen können Anleger auch in Edelmetall-Wertpapiere investieren. Diese sind aber neben der Entwicklung des tatsächlichen Rohstoffpreises zusätzlich noch börsenbedingten Kursschwankungen unterworfen. 

  • ETFs: Solche Fonds (steht für: Exchange Traded Funds) bilden große und repräsentative Börsenindexe nach, zum Beispiel den Deutschen Aktienindex. ETFs werden nicht aktiv verwaltet und sind daher mit geringeren Kosten verbunden als andere Fonds. Je nach Entwicklung des Index gestaltet sich auch die Wertentwicklung des ETFs. 

  • Festgeld: Ein Festgeldkonto lagert das Kapital bis zu einem festgesetzten Termin. Die Zinsen dafür sind meist so gering, dass sie die Verluste durch die Inflationsrate nicht übersteigen. Mit Rendite ist bei dieser Anlage also nicht wirklich zu rechnen. Manche Finanzinstitute fordern ab bestimmten Guthaben sogar Negativzinsen ein. 

  • Fonds: Fonds investieren das Fondsvermögen in mehrere einzelne Vermögenswerte gleichzeitig. Ein Fonds kann sich entweder spezialisieren, beispielsweise in Form eines Aktien- oder Immobilienfonds, oder er nimmt eine Mischung verschiedener Anlageformen in sein Portfolio mit auf (Mischfonds). Die Risiken sind aufgrund der Diversifikation meist recht gering, allerdings ist mit mehr Kosten zu rechnen, da sie von Fondsmanagern aktiv verwaltet werden. 

  • Genossenschaftsanteile: Indem Sie Anteile erwerben, werden Sie Mitglied der jeweiligen Genossenschaft. Dabei geht es nicht nur um das wirtschaftliche, sondern auch um das soziale Wohlergehen der Mitglieder. Die Ausschüttungen finden meist jährlich statt, die Höhe richtet sich nach dem Erfolg der Genossenschaft und der einvernehmlichen Bestimmung über die Verteilung des Gewinns. 

  • Geschlossene Immobilienfonds: Hier investieren Sie meist in ein oder nur wenige Immobilienobjekte. Die Anzahl der auszugebenden Anteile ist begrenzt, nach Ausgabe der verfügbaren Anteile wird der Fonds geschlossen. Das Kapital ist hier meist recht lang gebunden, außerdem stehen hier typische Klumpenrisiken den meist sehr guten Renditechancen gegenüber. 

  • Immobilien: Bei einer Anlage in Immobilien investieren Sie in eine reale Immobilie, die Sie entweder vermieten oder nach einer gewissen Zeit und Wertsteigerung weiterverkaufen können. Die häufigsten Risiken bestehen in Mietausfällen, hohen laufenden Kosten oder einem extrem hohen Verwaltungsaufwand. 

  • Impact Fonds: Bei Impact Fonds handelt es sich um nachhaltige Geldanlagen mit dem Ziel, finanzielle Rendite mit einem nachhaltigen Einfluss auf die Realwirtschaft zu vereinen. Ihr Alleinstellungsmerkmal: Konkrete Nachhaltigkeitsziele und die dafür genutzten Maßnahmen werden messbar gemacht und transparent kommuniziert. Impact Fonds können mit Blick auf ihre spezifischen Anlageobjekte verschiedene Formen annehmen, zum Beispiel als Aktien- oder Immobilienfonds. Impact Investing für Privatanleger bietet seit letztem Jahr der Sachwerte-Impact Fonds klimaVest der Commerz Real, der in Sachwerte wie Windkraft- und Solaranlagen investiert. 

  • Kryptowährungen: Kryptowährungen dienen nicht nur der Bezahlung, sondern auch dem weiteren Handel oder sogar der Erzeugung neuer Werte. Die Gewinne sind in manchen Fällen astronomisch hoch, können aber mit plötzlich fallenden Kursen für große Verluste sorgen. Darüber hinaus verlangen sie ein großes Know-How sowohl zu Währungen als auch zu Netztechnologien. 

  • Nachhaltige Fonds: Nachhaltige Investmentfonds sind ebenfalls ein heterogenes Feld und umfassen Aktienfonds, Sachwertefonds, Themenfonds und noch viel mehr. Dabei können Anleger in Aufforstungsprojekte, nachhaltige Aktienpakete oder auch Sachwerte wie Windkraftanlagen investieren. 

  • Offene Immobilienfonds: Diese Art von Fonds ermöglicht es Anlegern jederzeit, Anteile zu kaufen und entsprechend der Bestimmungen zu verkaufen. Das Portfolio Offener Immobilienfonds besteht meist aus einer größeren Zahl an Anlageobjekten. Die Gewinne ergeben sich meist aus der Vermietung, der Wertsteigerung oder dem Verkauf der Immobilien.

  • Sammlerobjekte: Der Fantasie sind bei dieser Anlageform kaum Grenzen gesetzt, von Whiskey und Wein über Uhren und Oldtimer bis hin zum klassischen Kunstwerk können sich solche Objekte mit einer entsprechenden Wertsteigerung als äußerst rentabel erweisen. Dafür sollte jedoch ein gewisses Fachwissen vorliegen, um die Risiken zu minimieren.

  • Tagesgeld: Tagesgeldkonten funktionieren wie Festgeldkonten, allerdings ohne die Terminbindung. Die kurzen Fristen sorgen allerdings auch dafür, dass mit Null- oder sogar Negativzinsen gerechnet werden muss, sodass sich solche Anlagen nur für sehr kurze Anlagezeiträume eignen. 

Start, Höhe und Dauer Ihrer Kapitalanlage: So gehen Sie am besten vor

So sehr die Meinungen in Sachen Kapital anlegen auch auseinandergehen mögen – feststeht, dass Sie umso höhere Gewinne erzielen können, je früher Sie Ihr Vermögen anlegen. Denn so einfach es auch klingen mag: Der richtige Zeitpunkt, um damit anzufangen, ist immer genau jetzt.

Natürlich müssen Sie nicht direkt 100.000 Euro in die Hände eines einzigen Anbieters geben, starten Sie ruhig mit etwas kleineren Beträgen. Denn je früher Ihr Kapital zu arbeiten anfängt, desto früher erreichen Sie auch Ihre Anlageziele.

Nutzen Sie zu Anfang beispielsweise circa 10 % Ihres Kapitals für eine sichere Anlage, sodass Sie den Anlagebetrag ganz nach Ihren Wünschen monatlich, quartalsweise oder jährlich erhöhen können. Anstelle von größeren Einzelbeträgen können Sie auch einen Sparplan einrichten, mit dem Sie zum Beispiel monatlich 500 Euro einzahlen. Der Cost-Average-Effekt spielt dabei auf Ihrer Seite: Durch die geringeren und trotzdem dauerhaften Einzahlungen können damit die Risiken schwankender Märkte ausgeglichen werden.

Ihre Geldanlage im Einklang mit Ihrer Lebenssituation 

Die Entscheidung, Ihr Vermögen sicher und sinnvoll anzulegen, macht sich gerade bei einer höheren Kapitalsumme mehr als bezahlt. Doch dabei sollten Sie immer ein Auge darauf haben, an welchem Punkt Ihres Lebens Sie sich gerade befinden und ob Sie in den nächsten Jahren mit außerplanmäßigen Ausgaben rechnen müssen. Wenn Sie Kinder haben, ist für sie vorgesorgt? Ist Ihr Auto noch fit oder liebäugeln Sie doch mit dem neuesten E-Mobil? Oder sind Sie noch dabei, den Kredit für Ihr Eigenheim abzubezahlen?

Haben Sie aktuell noch Schulden in Form von andauernden Kreditrückzahlungen, sollten Sie diese erst vollständig begleichen, bevor Sie sich für eine Kapitalanlage entscheiden. So vermeiden Sie unnötige Risiken in Form von Liquiditätsengpässen.

Auch bei einem größeren Vermögen ist Ihnen dazu geraten, einen Teil beiseitezulegen, um alle Eventualitäten in Ruhe absichern zu können, ohne direkt auf die Anlagesumme zugreifen zu müssen. Das gilt insbesondere für Langzeitinvestments, die Ihre Einlage für viele Jahre am Stück einbinden.

Fazit: Heute ist ein guter Tag für Ihre Vermögensanlage

Wenn Sie über ein größeres Vermögen verfügen und bislang Ihr Girokonto als Aufbewahrungsort genutzt haben, wurden Sie nun hoffentlich dazu inspiriert, sich einer sicheren und rentableren Kapitalanlage zuzuwenden. Denn mit der aktuellen Inflationsrate wird sich Ihr Kapital sonst nach und nach minimieren.

Doch die Entscheidung für eine spezifische Vermögensanlage ist wahrlich nicht einfach – orientieren Sie sich deshalb an Ihnen selbst und Ihren individuellen Anlagewünschen. Denn “die beste Vermögensanlage” gibt es nicht. Vielmehr sollte es darum gehen, eine Anlage zu finden, die Ihre Ziele und Ansprüche zu guten Bedingungen umsetzen kann. Lassen Sie sich dabei nicht zu hochriskanten Anlagen hinreißen, sondern behalten Sie auch stets Ihre Risikotoleranz im Blick. Bei der Vermeidung größerer Risiken kann Ihnen auch eine entsprechende Diversifikation helfen, die Sie entweder “manuell” über unterschiedliche einzelne Investments oder in Form eines Fonds erreichen können.

Wenn Sie noch nicht über ein solides Finanzwissen verfügen und trotzdem Maßnahmen ergreifen möchten, um Ihr Kapital sinnvoll zu investieren, fangen Sie mit kleineren Beträgen an und sammeln Sie mit der Zeit Ihre Erfahrungen, um zu einem späteren Zeitpunkt größere Anlageentscheidungen treffen zu können. So können Sie Ihr Wissen über den Finanzmarkt erweitern und gleichzeitig schon Ihr Vermögen sicher anlegen.

Geduld, Selbstbewusstsein und eine ruhige Hand – und auch Ihnen wird es problemlos gelingen, Ihr Kapital erfolgreich anzulegen. Viel Erfolg dabei.

Häufige Fragen

Was ist momentan die beste Geldanlage?

Die beste Geldanlage erreichen Sie über Diversifikation und damit über die Streuung von Risiken. Dafür können Sie in verschiedene Einzelwerte wie Aktien oder auch in Fonds investieren, beispielsweise mit Sachwerten wie Immobilien.

Wie lege ich mein Kapital an?

Je nachdem, wie viel Kapital zur Verfügung steht, können Sie es in verschiedene Finanzprodukte mit möglichst hoher Risikostreuung investieren. Nutzen Sie am besten einen größeren Teil Ihres Kapitals für stabile, sicherheitsorientierte Anlageformen.

Wie viel Geld sollte man anlegen?

Achten Sie bei der Geldanlage darauf, dass Sie niemals Ihr gesamtes Vermögen investieren. Stellen Sie sicher, dass Sie je nach Einkommen ausreichend Reserve für Notfälle, Reparaturen oder sonstige Ereignisse zur Verfügung haben.

Wie soll ich mein Vermögen aufteilen?

Je nachdem, welchen Schwerpunkt Sie setzen möchten, können Sie Ihr Vermögen unterschiedlich aufteilen. Sie können Ihr Portfolio ausgewogen, werterhaltend oder wachstumsorientiert gehalten. Wer sein Vermögen sicher anlegen möchte, investiert größtenteils in möglichst stabile Finanzprodukte.

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